BAJASS - DER ROMAN VON FLAVIO STEIMANN KOMMT AUF DIE BÜHNE

Bajass! Ein Erzähltheater!

Autor und Werk

 

Flavio Steimann

Geboren 1945, wuchs Flavio Steimann als Sohn eines Deutschschweizer Vaters und einer Tessiner Mutter in Emmen, Luzern auf. Er absolvierte Ausbildungen zum Primar- und Sekun-darlehrer, bildete sich weiter zum Schulleiter und war auf allen Stufen der Volks- und Berufs-schule aktiv. Daneben schrieb Steimann schon immer Gedichte, Kurzgeschichten und Thea-terstücke.1987 erhielt er den Schweizerischen Schillerpreis für seine Erzählung «Aperwind».

 

Die wichtigsten Werke:

«Passgang» (1986)

«Aperwind» (1987)

«Bajass» (2014)

 

«Bajass» wurde 2018 vom Schweizer Radio SRF (Regie Buschi Luginbühl) mit Hanspeter Müller-Drossaart als Sprecher in vier Hörspielfolgen produziert und erfolgreich ausgestrahlt.

 

 

Die ersten Bilder

Hanspeter Müller-Drossaart und das Erzähltheater

Mit dem "Trafikant" nach dem Roman von Robert Seethaler reiste der bekannte Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart durch das Land. Die Ränge sind voll, die Medien loben. Hier ein paar Stimmen und Reaktionen:

 

"Ein bildhaftes Hörtheater"

LIMMATTALER ZEITUNG

 

"Mit viel Wiener Schmäh serviert Hanspeter Müller-Drossaart den Trafikanten in einer beeindruckenden One-Man-Show" ZENTRALPLUS

 

"Ein theatralischer Genuss der Sonderklasse!"

DIE OSTSCHWEIZ

 

"Erzählend und spielend umkreist der Schauspieler die Parkbank, berührt sie, stützt sich ab, setzt sich, kniet hinter ihr. Seine Sprache, Mimik und Gestik sind auf die Figuren zugeschnitten..." BLICK

 

"Großartige Performance heute Abend in Wädenswil - vielen Dank!" Frau G. T. Wädenswil

 

"Persönlich freue sich Peter-Jakob Kelting, Leiter des Theater Tuchlaube Aarau, vor allem auf die Inszenierung des Bestsellers 'Der Trafikant'."

AARGAUER ZEITUNG

 

 

 

so tut Theater gut!

 

"Jetzt weiss ich endlich, was ein Trafikant ist! Das ist aber nicht das Wichtigste an diesem eindringlichen Theaterabend mit Hanspeter Müller Drossaart in verschiedensten Rollen. Wir gebannt Zuhörenden wurden konfrontiert mit einer Zeit, die wir am liebsten vergessen, wo Faschismus und Judenhass Europa in ihren Grundfesten erschütterte. Wir glauben in Wien kurz vor Kriegsbeginn im nationalsozialistischen Grau-Braun voll Demütigungen, Perfidie, Duckmäusertum oder auch Heldentum zu sein. 90 Minuten werden wir vom Alleinperformer aus unserer behaglichen Wohlstandsruhe herausgerissen und  werden hautnah und unter die Haut gehend glaubwürdig gewarnt, dass weitere Tragödien immer wieder passieren könnten. So selbstverständlich und normal ereigneten sie sich. Dabei schafft es Müller-Drossaart eine spannende Geschichte nachzuerzählen, dessen Fortgang die bekannten historischen Tatsachen ins Unweigerliche laufen lässt.  Es geht ihm, dem Autor Robert Seethaler und seinem Team (sehr gezielt und erweiternd die musikalischen Beitrage von Till Löffler) nicht darum, uns mit traurigen Zeiten zu deprimieren. Hanspeter Müller-Drossaarts Talent von tiefer Tragik spielend leicht in Sarkasmus und Humor zu wechseln, lässt uns Energie geladen das Theater verlassen. Wir müssen ankämpfen gegen jeden Hass und Totalitarismus - auch heute und jetzt. So tut Theater gut!"

 

Matthias Mueller, Musiker, Prof. ZHdK

 

 

von seltener Eindringlichkeit!

 

"Wenn man erlebt, wie Hanspeter Müller-Drossaart in Robert Seethalers „Trafikanten“ und dessen Zeitgenossen schlüpft, ist das ergreifend in doppelter Hinsicht. Da ist dieses schauspielerische Können, die Kunst des „Nie-zuviel-und-nie-zu wenig“. Mit kleinen Gesten, großer Empathie, seiner Mimik und Stimme wechselt er geschmeidig die Rollen - und ebenso wechselt die Stimmung im Saal, von heiter über ernst bis traurig und benommen. Und dann ist da dieser Stoff, dem man sich nicht entziehen kann, weil er uns die zeitlosen Mechanismen der Sinnlosigkeit und Brutalität von Krieg vor Augen führt. - In dieser Kombination von einer seltenen Eindringlichkeit."

 

Nicola Steiner, Literatur-Redaktorin SRF

 

Bajass! Ein Erzähltheater!

 

Konzeptions-Skizze

zur szenischen Umsetzung des Romans Bajass! von Flavio Steimann 

 

Künstlerische Leitung und Bearbeitung: Hanspeter Müller-Drossaart

Regie: Buschi Luginbühl

Ausstattung / Technik: Martin Burkhardt

Musik: Till Löffler

Kostüm:  Anna Maria Glaudemans

Fotos Projektionen: Hanes Eggermann

Verlag: Nautilus 2014

 

Der Handlungskern:

Auf dem abgelegenen Gandhof im stotzigen Luzerner Hinterland wurden der Bauer und seine Frau erschlagen aufgefunden. Kriminalkommissar Gauch macht sich noch vor Tagesanbruch auf, den Doppelmord aufzuklären. Schon bald zeigt sich, dass der Fall viel komplexer ist, als es zuerst den Anschein macht. Gauch lässt sich schliesslich auch auf dem Übersee-Dampfer Liberté einschiffen, wo er kurz vor New York den Bajass, den jugendlichen Täter und ehe-maligen, übel behandelten Verdingbuben der ermordeten Bauersleute stellt und gehen lässt.

Der Autor bedient sich zwar des Genres Kriminalroman, aber «Bajass» ist vor allem eines: eine sinnliche und psychologisch-hochdifferenzierte, grossartige Milieu- und Gesellschafts-studie, die letztlich illusionslos Partei für die Aussenseiter dieser Welt nimmt.

Premiere und erste Vorstellungen

 

17. Januar 2020: Theater Pavillon, Spelteriniweg 6, Luzern

um 20:00 Uhr

18. Januar 2020 um 20:00 Uhr

19. Januar 2020 um 17:30 Uhr

 

Die Produktion „Bajass“ neu im Spielplan von

muelldross-theater

„Der Trafikant“ von Robert Seethaler ebenfalls weiterhin buchbar.

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Der Roman

Über den Roman:

Ein Roman über die Kunst, die richtige Gelegenheit zu ergreifen, in einer Zeit des Umbruchs um 1900.

Schweiz, zu Beginn des 20. Jahrhunderts: In jahrhundertelang kaum veränderte bäuerliche Traditionen dringt langsam, aber unaufhaltsam die Moderne ein. Eisenbahnlinien, Telegrafenmasten, Verheißungen von Freiheit. Die alte, demütige Gesellschaft scheint sich nur noch wie Aprilschnee in schattigen Talsenken zu halten – doch der kann hartnäckig sein.

In kunstvoller Sprache und stimmungsvollen Bildern, die Erwartungen des Lesers immer wieder überraschend, erzählt Flavio Steimann von Albin Gauch. Gauch ist Ermittler bei der Polizeibehörde in einer kleinen Stadt und steht kurz vor dem Ruhestand. Die Angst vor einem tauben Bein plagt ihn, und er zweifelt zunehmend am Sinn seines Tuns. Da wird ein altes, kinderloses Bauernpaar im Wald erschlagen aufgefunden, das Bauernhaus ist durchwühlt, der schwachsinnige Knecht als Zeuge nicht zu gebrauchen, das Dorf weiß von nichts oder schweigt. Nur mithilfe eines Fotos, eines Mantelknopfs und eines gipsernen Schuhabdrucks stellt Gauch dem Mörder nach, unerwartet weit über die Grenzen des heimatlichen Tals hinaus, auf einem Auswandererschiff, das Kurs auf New York genommen hat.

Flavio Steimann streift mit seiner Geschichte eines Namenlosen, den der Hunger aus der Heimat und alsdann um die halbe Welt  treibt, auch die dunklen Seiten der Schweizer Vergangenheit: Armut, Verdingkinder, Rückständigkeit.

 

Flavio Steimann

BAJASS

Roman

128 Seiten

Edition Nautilus

978-3-89401-797-2


Presse-Stimmen zum Roman "Bajass"

»In einer eigenwilligen, präzisen Sprache fasst Steimann das Atmosphärische der Luzerner Region. Die diametral entgegengesetzte Ortsangebundenheit der ansässigen Bevölkerung und der Auswanderungswillen der Emigranten werden in starken Bildern festgehalten. Der Geist der Region Sursee zur Jahrhundertwende, in ›Bajass‹ ist er hautnah spür- und erfahrbar.«

041 – Kulturmagazin 

»Mit hoher stilistischer Kunstfertigkeit und sprachlich elaborierter Prägnanz reisst Steimann das Trennende zwischen Text und Leser nieder. Eine Zeitreise voll akribischer, suggestiver Sprachbilder! Sogartig und eindringlich!«

Hanspeter Müller-Drossaart, Schweizer Schauspieler und Vorleser im Schweizer Literaturclub

»Seine Prosa ist schlackenlos, welthaltig, dringlich, von elementarer Wucht und zugleich von sublimer Musikalität. (…) Welch eine Anschaulichkeit, Präzision und Dichte! In Steimanns Erzählen gibt es nichts Achtloses. Jedes Wort steht an einem austarierten Ort. Gleichwohl wirken die Sätze nicht geschraubt oder gedrechselt. Sie atmen und klingen.

(…) Flavio Steimann steht als Solitär in der stark zersiedelten Landschaft der Schweizer Literatur unserer Tage. Wir wünschen ihm viele tausend unerschrockene Leser.«

Manfred Papst, NZZ am Sonntag

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